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Instrumente

 

kurze Zusammenfassung: das Erlernen eines Instrumentes sowie die richtige Instrumenten-Auswahl will gut überlegt sein. Hier spielt die persönliche Eigenart jedes Menschen eine wesentliche Rolle. Jeder hat spezifische mitunter recht unterschiedliche Begabungen, Schwerpunkte, Musik-Geschmack, finanzielle Möglichkeiten, Wohnumfeld-Bedingungen und andere Gegebenheiten zu berücksichtigen, bevor die Entscheidung fällt.

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1 Allgemeines zu Musik-Instrumenten

 

1. 1 Einordnung und Vorbemerkungen

Im normalen Sprachgebrauch ist ein (Musik-) Instrument (im Gegensatz zu anderen, z. B. chirurgischen Instrumenten etc.) ein (meist) mechanischer Klangerzeuger, bei dem durch Saiten oder Schwingkörper etc. veränderbare Töne oder Geräusche erzeugt werden können. In der Regel werden diese durch Resonanzböden oder Trichter verstärkt. Dafür sind  jeweils klangabstrahlende Flächen erforderlich.

Die grobe Einteilung der Instrumente erfolgt häufig nach Funktionsprinzip bzw. verwendetem Material, also resultieren Gruppenmerkmale wie Holz- und Blechbläser sowie Saiten-, Schlag- und Tasteninstrumente, ferner gibt es noch Percussionsinstrumente und diverse Spezial- und Sonder-Instrumente.

Die Klangeigenschaften der Instrumente variieren je nach Bauart, Größe, Material-Qualität und Verarbeitung erheblich. Nicht selten sind durchaus erhebliche Preisunterschiede bei der Anschaffung zu beobachten, die nicht so leicht nachvollziehbar sind.

Im Zuge der automatisch gesteuerten Massenproduktion kann es trotzdem qualitativ höherwertige Instrumente geben, die (nachdem sie einmal systematisch mit viel Aufwand optimiert wurden) dann in großen Stückzahlen produziert werden und dadurch preisgünstiger auf den Markt kommen.

Bei gebrauchten Instrumenten ist möglichst immer der Grund für den Verkauf zu ermitteln. Nicht selten sind Qualitätsmängel und versteckte technische Probleme der Anlass. Bei Unsicherheiten in der Beurteilung empfiehlt es sich daher immer, einen sachkundigen Berater vor dem Kauf eines Instrumentes zu fragen.

Außerdem gibt es immer persönliche Vorlieben und allerlei „Geschmacksfragen“, die sich als weiche Faktoren einer nachvollziehbaren Objektivierung entziehen. Somit muss man Instrumente vor dem Kauf immer hinreichend spielen, als Anfänger mindestens anhören. Wenn möglich sollte man ein Rückgaberecht  vereinbaren, (ohne konkrete Gründe nennen zu müssen).

Mit dem Aufbau und der Funktion bzw. Wirkungsweise der einzelnen Instrumente befasst sich die Instrumentenkunde.

Einen weiter vertieften Einstieg bieten folgende Links:

http://www.musikinstrumente-abc.net/

http://www.lexikon-musikinstrumente.de/

http://de.wikipedia.org/wiki/Musikinstrumen

 

1.2 Instrumenten-Geschichte, Entwicklung

Der Gebrauch sehr einfacher Instrumente begann bereits in der Frühzeit und blieb aufgrund begrenzter technologischer Fertigungs-Möglichkeiten sehr lange auf eine gut entwickelte Handarbeit von Spezialisten beschränkt. Diese entwickelten eine (für die gegebenen technischen Mittel) wirklich beachtenswerte Präzision beim Bau aufwendiger Instrumente für einen sehr kleinen Personenkreis.

Die Handarbeit bei der Instrumenten-Herstellung spielt auch heute noch eine große Rolle, zumal Spezialisten über langjährige Erfahrungen verfügen, die durch moderne Technik allein nicht zu ersetzen sind.

Klangeigenschaften von Instrumenten (incl. erforderlicher Reparaturen) zu optimieren muss daher auch in Zukunft als echte Kunst betrachtet werden, die in der Regel wirkliche Spezialisten erfordert.

 

1.3 Instrumenten-Bau

Der Instrumentenbau befasst sich (nach den diversen Instrumenten-Fachrichtungen aufgeteilt) mit der Herstellung und Optimierung von Instrumenten.

Die technologische Entwicklung im Instrumentenbau wird durch das Teilgebiet Instrumenten-Geschichte behandelt. Für das eigene Verständnis von Instrumenten ist der aufmerksame Besuch von Musik-Instrumenten-Museen interessant. Hier sind dazu stellvertretend einige Links:

http://www.musikinstrumente-abc.net/musikinstrumentenmuseum.html .

http://de.wikipedia.org/wiki/Musikinstrumentenmuseum

Aufgrund des hohen Aufwandes für die Fertigung von Instrumenten und der allgemeinen technologischen Entwicklung durchlief der Instrumentenbau eine rasante Spezialisierung mit weitreichender Veränderung im einschlägigen Handwerk und dem produzierenden Musik-Gewerbe.

Gerade in den letzten Jahren wurden die Hersteller von Instrumenten durch internationale Konkurrenz und wirtschaftlichen Druck zu echten Höchstleistungen angespornt.

Im Rahmen unserer Verfügbarkeit von Informationen stellen wir bei jedem Instrument in separaten Kapiteln auch die Fertigung, die Wartung und Pflege sowie Reparaturen und ggfs. technische Einzelheiten von Instrumenten sowie vor.

Eine allgemeine Behandlung der Thematik findet man unter

http://de.wikipedia.org/wiki/Musikinstrumentenbau.

 

1. 4 Sonstiges und Ausblick

Wie war das Musizieren früher, gegenwärtig und was könnte in Zukunft kommen?:

Früher wie auch gegenwärtig genießt in Zeiten leerer Kassen die Musikausübung im Hobbybereich leider keinen hinreichend hohen allgemeinen Stellenwert. In Schulen wurde früher vielerorts Musik sehr „lau“ unterrichtet und viele Schüler betrachteten dieses Fach als „lockeres Nebenfach“ ohne Versetzungsrelevanz.

Oftmals wurden im Unterricht einerseits relativ unwichtige spezielle (und für pubertierende Jugendliche meist höchst langweilige) Details viel zu intensiv behandelt. Andererseits fehlte dem Unterricht immer ein allgemeinbildender Tiefgang, mit dem man dieses Fach ernster genommen hätte. Leider ist das bis heute oft noch genauso.

Das ist sozialpolitisch sehr fragwürdig, denn für Schüler aus Elternhäusern ohne hinreichende Förderung von zuhause bestand schon früher nur eine sehr verschwindend geringe Chance, ein Instrument ordentlich zu erlernen oder sogar Musik zu studieren.

Die allgemeinbildende Schule legt immer noch viel zu wenig Wert auf fundierte Grundlagen sowie ein breit angelegtes Verständnis der Zusammenhänge. Den allgemeinen Unterricht behandelt der folgende Artikel: http://de.wikipedia.org/wiki/Instrumentalunterricht.

Den grundsätzlich hohen Wert der allgemeinen Musik-Ausübung (entgegen dem „lauen“ Zeitgeist) mit interessanten Folgerungen für das allgemeine Lernen behandelt Herr Bastian ausführlich in folgender Artikelserie: http://www.schott-musikpaedagogik.de/de_DE/material/sekundarstufe/nsp/reflexion/bastian/

Als angenehmes „Nebenprodukt“ einer positiven Beschäftigung mit Musik wird auch die mögliche Aufwertung des gesamten Lebensgefühls schwieriger Schüler durch Musik diskutiert. Wesentlich ist auch das Training sozial wünschenswerter Fähigkeiten wie Zuhören, Teamarbeit usw.

Musikschulen sind kostenpflichtig, mithin wird also auch hier nur wieder ein Teil der Schüler erreicht. Das sind in der Regel die besser von zuhause geförderten Kinder.

Eine musikalische Früherziehung ist in jedem Fall sinnvoll und sollte zeitig beginnen, jedoch ohne die Erwartungen an das Kind zu übertreiben. Übertriebener Ehrgeiz zerstört die kindliche Motivation und degradiert auch eine ansonsten wertvolle Musikausübung zu einer nur noch verhassten Pflichtveranstaltung, die bei der ersten passenden Gelegenheit abgewählt wird!

Privatlehrer bieten ein gutes Vorankommen gegen (zum Teil erhebliche) Gebühr und sind (aber) insbesondere für vielbeschäftigte Erwachsene die einzige Chance zu einem (Wieder-)Einstieg in ein erfolgreiches Hobby-Musizieren. Die autodidaktische Erarbeitung der erforderlichen Grundlagen der Musik erfordert eine extreme Disziplin und intensive Spiel-Praxis, um annähernd befriedigende Ergebnisse in einer vertretbaren Zeit zu erzielen.

Kirchliche Förderung erreicht viele Menschen, die sonst keinen Zugang zur Musik gefunden hätten. Hier sind Chöre und Bläsergruppen zu nennen, die über das Musizieren hinaus oft auch einen guten menschlichen Zusammenhalt fördern, der eigentlich überall wünschenswert wäre. Sehr fundiert ist die kirchliche Aus- und Weiterbildung für nebenamtliche Organisten und Chorleiter. Hier hat die Kirche den Handlungsbedarf für den Aufbau musikalischer Grundlagen erkannt und eine Lücke geschlossen, um insbesondere Jugendliche auf hohem Niveau zu fördern und zu fordern. Hier stellvertretend einige Links:

http://www.kmf-info.de/

http://www.kirchenmusikerverband-ekbo.de/index.php?id=16

http://www.nordkirche.de/fileadmin/user_upload/nordkirche/Kirchenmusik_Flyer_Webseite.pdf

http://www.michaeliskloster.de/agk/kontakt/team.php

http://www.posaunenwerk-ekkw.de/,  http://www.kmverband.de/

http://www.ekir.de/www/handeln/fortbildung-15123.php

 

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Im Folgenden werden jeweils die einzelnen Instrumente ausführlicher behandelt. Dabei versuchen wir, das verfügbare Material der Instrumentenkunde jeweils sinngemäß wie folgt zu gliedern:

Beschreibung vom Instrument: allgemeine Einordnung und Historie, Aufbau  und Funktion/Wirkungsweise, Kriterien zur Auswah

Spieltechnik.

Instrumentenbau (und Reparaturen, weitere technische Details)

Sonstiges

 

 

 

Viel Spaß

und musikalische Grüße

vom Hobby-Musik-Freunde-Team